Szenische Lesungen

„Helene und Wolfgang Beltracchi“

mit Auszügen aus „Einschluss mit Engeln“ und „Selbstporträt“. Beide Bücher erschienen im Rowohlt-Verlag.

«Es gibt zwei Sorten von Fälschern: diejenigen, die mehr oder weniger talentiert große Meister kopieren, und Wolfgang Beltracchi.»
(Vanity Fair Frankreich)

Das geniale Künstler- und Fälscherpaar hat nicht nur jahrelang die gesamte Kunstwelt erfolgreich hinters Licht geführt und um Millionen geprellt, sondern wuchs nach dem Auffliegen dieses Husarenstückes und der nachfolgenden jahrelangen Inhaftierung in ihrer Liebe noch inniger zusammen. 
Die beiden sind in jeder Hinsicht aussergewöhnlich – angefangen beim „genetischen Defekt“, der Wolfgang Beltracchi befähigt, in die Zeitepoche und Art eines jeden beliebigen Künstlers einzutauchen, über ihre erste Begegnung, ihr gegenseitiges, bedingungsloses Commitment, das Täuschen und Entlarven eines selbstgefälligen Kunstmarktes, ihre dramatische Verhaftung und anschliessende Inhaftierung bis hin zu ihrem Wiedereintauchen in die Kunstwelt als Künstler unter eigenem Namen.

 

Ein spannender Abend mit Geschichten aus ihrem Leben und Briefen, die sich die Beltracchis während ihrer Inhaftierung geschrieben haben – einen Steinwurf voneinander entfernt – aber ohne sich zu sehen.

 

„Glück“

von Eric Assous

„Der Charme von zufälligen Begegnungen liegt darin, dass sich dabei meistens Menschen begegnen, die eigentlich absolut nicht zueinander passen“.

Louise und Alexandre lernen sich eines Abends kennen, und finden Gefallen aneinander. Louise schlägt Alexandre das berühmte „Glas auf den Weg“ vor und Alexandre akzeptiert es. Sie verbringen die Nacht miteinander. Am Morgen danach die ernüchternde Realität: „Sehen wir uns wieder?“ fragt sie. „Ganz bald“ antwortet er vage. Louise versteckt den Schlüssel – Alexandre ist in ihrem Apartment gefangen. Beide sind über Fünfzig, aber damit sind die Gemeinsamkeiten schon vorbei. Sie ist Kinderbuchautorin, er besitzt ein Restaurant. Louise war sechs Jahre lang verheiratet, und hat genau so lange gebraucht zu begreifen, dass es ein Fehler war. Alexandre, Vater von drei Kindern, lässt sich gerade scheiden. Warum also sich nochmal darauf einlassen? Vielleicht ist es ja nur die Angst davor, allein sterben zu müssen. Denn macht uns die Reife des Alters toleranter oder kompromissloser? Und könnte man sich überhaupt noch ändern? Ist die jeweilige amouröse Vergangenheit eine Bereicherung – oder doch eher ein Handicap? Und glaubt man denn tatsächlich noch an die ‚Wahre Liebe’?

Die Liebe und das Leben zu zweit: Eine Gleichung, die mit zunehmendem Alter immer seltener aufgeht, aber vielleicht dieses Mal doch.

Mit Regula Grauwiller und Stefan Gubser.

„50 Jahre Frauenstimmrecht“

von WORTSPEKTAKEL – Regula Grauwiller und Stefan Gubser

IN VORBEREITUNG

“Frauen gehören ins Haus”, “Politik ist ein zu unsicheres und schmutziges Geschäft für eine Frau” oder “Frauen, die sich aktiv in der Politik beteiligen, könnten ihre Weiblichkeit verlieren” Dies waren nicht einfach freche Sprüche, sondern der tiefverwurzelte Glaube an die “natürliche Bestimmung” der Frau.

Unser Abend, basierend auf Leserbriefen und Umfragen beim Volk – tritt diesem Kapitel unserer Demokratiegeschichte mit Heiterkeit und der “heutigen Distanz” entgegen. Wir wollen das Publikum mit unglaublichen Anekdoten zum Schmunzeln und mit in Vergessenheit geraten “Fakten” zum Staunen bringen, damit dass sich das Groteske und Erstaunliche der Argumente für und gegen das Frauenstimmrecht in seiner vollen Absurdität zeigen kann.

Mit Regula Grauwiller und Stefan Gubser.

„Rousseau im Spiegel des Molière“

Buch und Regie: Georg Rootering

Die szenische Lesung  bietet einen zuweilen heiteren Einblick in das Seelenleben zweier Individualisten: der fiktiven Gestalt Alceste aus Molières «Menschenfeind» und der historischen Persönlichkeit Jean-Jacques Rousseau, der uns in seinem umfassenden Werk tiefe Einblicke in seine Weltanschauung gestattet.

Mit Regula Grauwiller, Stefan Gubser, Dimitri Stapfer, und Jürg Fankhauser.

Märchenstunde
„7 auf einen Streich!“

von WORTSPEKTAKEL
Regula Grauwiller und Stefan Gubser

So viele von den bekanntesten Märchen der Brüder Grimm, haben Stefan und Brigitte Gubser auf heitere Weise ins Schweizerdeutsch übersetzt und mit Stefanie Gubser das Buch „Di gstifleti Gans“ herausgegeben.  Aus diesem Buch lesen wir auf höchst unterhaltsame und amüsante Art vor. Ob dabei Stefan zum Frosch wird, oder Regula zum Kater, soll hier noch nicht verraten werden.

Mit Regula Grauwiller und Stefan Gubser.

„Genie & Glück auf Zeit“

Von Markus Fleck | Musik: Casal Quartett

„Das kurze Leben von Fanny & Felix Mendelssohn“

Geboren in eine Familie, die keine materiellen Sorgen kannte, aber den Hunger nach Kunst und Bildung über alles andere stellte: Gefördert und gefordert wuchs das erstaunlichste Geschwisterpaar der Musikgeschichte heran. Sie war vier Jahre älter und das erste Kind der Familie, bei dem eine musikalische Hochbegabung festgestellt wurde. Vielleicht war sie sogar die talentiertere, feurigere, entschlossenere der beiden gewesen. Ruhm und Ehre in der Welt aber durfte nur Felix sammeln, Fanny verblieben in einer zutiefst patriarchalischen Gesellschaft als wichtigste Aufgabe Ehe und Mutterschaft. Das innig gewebte Band persönlicher, fast symbiotischer Nähe blieb – wie auch die künstlerisch gegenseitige Inspiration – zeitlebens erhalten. Ein Sein ohne die Schwester, ohne den Bruder war undenkbar. Der Tod ereilte beide früh und unerwartet im gleichen Jahr 1847.

Gemeinsam mit dem casalQuartett zeichnen Regula Grauwiller & Stefan Gubser Leben und Werk der beiden Musiker nach. Das lebendige Portrait einer Epoche und zwei der herausragendsten Vertreter der Romantik entsteht vor dem Hintergrund ihrer leidenschaftlichen Schöpfungen.